Mitteldeutsche Fahrradwerke (MIFA)

Neben den Diamant Fahrradwerke in Chemnitz war MIFA einer der führenden Hersteller von Fahrrädern in der ehemaligen DDR. Gegründet wurden die Mitteldeutsche Fahrradwerke im Jahr 1907 von Emil Schütze und Emil Hesse. Anfänglich stellte vor Beginn des 1. Weltkrieges fast 5.000 Fahrräder pro Jahr her. Während des Krieges musste man die Produktion auf Granaten umstellen. Nach Ende des 2. Weltkrieges und während der 20iger Jahren konnte die Produktion von Fahrrädern auf mehr als 80.000 Fahrrädern gesteigert werden. In dieser Zeit waren bei MIFA mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt. Zu Beginn des 2. Weltkrieges stand die Produktion von Munition im Vordergrund, sodass die Herstellung von Fahrrädern zu dieser Zeit vollständig eingestellt wurde.

Zu Beginn der DDR stand MIFA auch unter der Administration der sowjetischen Besatzer (SAG Awtowelo). DIe Belegschaft erreicht schon im Jahr 1946 eine Produktion von fast 10.000. Im Laufe der Jahre wurde das Werk zum volkseigenen Betrieb umstrukturiert. Der VEB Mifa-Werk Sangershausen erreichte im Jahr 1950 mit über 1100 Mitarbeitern die Produktion von ca. 120.000 Fahrräder. MIFA war in diesem Zeitraum vorwiegend für die Herstellung von Tourenräder, Kinderfahrräder und auch bis 1959 für Sportfahrräder zuständig. Nach einer Umstrukturierung wurde die Produktion von Sportfahrräder an Diamant übergeben. Dieser Wechsel wurde sodann im Jahr 1970 wieder rückgängig gemacht. Bei Diamant entfiel die Produtkion von 28 Zoll Sporträder wieder im Jahr 1970 und wurde auf MIFA übertragen. Das hatte auch zur Folge, dass bei MIFA hergestellte Sportfahrräder mit MIFA-Dekoren und teils mit Diamant-Dekoren bestückt waren. Im Zeitraum von 1946 bis 1990 stellten die Mitteldeutsche Fahrradwerke mehr als 9 Millionen Fahrräder her-eine beachtliche Zahl. Mit der Wende kam auch der Wechsel zur Privatisierung. MIFA stellt bis heute noch erforlgreich Fahrräder her.

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